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Nach einer Lehre zum Maschinenbauer machte Sohn Hans-Peter 1979 den Gewerbeschein, „das hatte Honecker wieder zugelassen", und übernahm das Geschält.

Schwieriger als die politischen Verhältnisse war die Versorgung mit Zutaten: In heißen Sommern konnte es schon passieren, dass die Eiswaffeln der halben Republik an die Ostsee gekarrt wurden. Es kommt nur noch ein Fünftel der Kunden, die Preise sind allerdings um das Fünffache gestiegen.

Pfeifers Kunden brachten dann ihr Schälchen von zu Hause mit. „Unterm Strich haben wir also den gleichen Umsatz." In ein paar Jahren wird für die Pfeifers Schluss sein. „Aber die meisten", sagt der Chef, „haben keine Ahnung, wie viel Arbeit das ist." Jeden Tag stehen die Eheleute von 8.30 bis 18.30 Uhr im Geschäft, bevor sie abends mit dem Bus nach Hause fahren.

Mehr als 230 Tage im Jahr, von März bis Nikolaus, ist geöffnet - doch an den etwa 30 heißen Tagen der Saison muss der größte Teil des Umsatzes reinkommen.

Nur wenige wagten es seinerzeit, der Welle des Neuen zu widerstehen - Hans-Peter Pfeifer und seine Frau Petra zum Beispiel.

Sie führen noch heute in der lebendigen Leipziger Südvorstadt eine Eisdiele, die fast genauso aussieht wie vor 52 Jahren, als sie der Vater Horst Pfeifer gründete.

Der Laden läuft so gut, dass die Familie zufrieden davon leben kann. Und Neulinge werden schnell zu Fans - eine Studentin schiebt beim Betreten des Ladens staunend ihre Sonnenbrille hoch und murmelt: „Wow.

Kein Stein blieb auf dem anderen, damals, als die Mauer fiel.

Was irgendwie nach DDR aussah, musste raus, um Platz zu machen für die neue, glitzernde Warenwelt.

Besonders begehrt ist der Schweden-Eisbecher mit Eierlikör und Apfelmus für vier Euro.

Die Rezepte und die Geräte sind die gleichen geblieben - vor allem aber duftet und schmeckt es bei Pfeifers wie ehedem.

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